achtsamkeitshalber.

einfach achtsam leben

Die Meditation als formelle Form der Achtsamkeitspraxis

„Es ist einfach aber nicht leicht“ (Jon Kabat-Zinn)

 

Oft merken wir erst in der Ruhe, wie voll und wuselig unser Kopf eigentlich ist.
Der Geist springt von einem Gedanken zum nächsten und kaum haben wir zwei tiefe Atemzüge genommen, ist das Kopfkino an, wir hängen in der vergangenen Situationen oder planen den morgigen Tag.

Dabei ist wichtig zu nennen: wir sind nicht unsere Gedanken!

Unser Geist ist dafür gemacht, Gedanken zu produzieren, permanent.
In der Meditation werden wir die Gedanken nicht aufhalten, wir wollen unseren Geist nicht lahmlegen. Wir lernen in der Meditation uns gewahr zu werden, was in unserem Kopf so los ist und nehmen das einfach an – ganz ohne Ziel oder andere Bestrebungen nach einem Ergebnis. Einfach sein mit dem was gerade geschieht.

Wir trainieren unsere Aufmerksamkeit immer wieder zu lenken (zum Beispiel auf das Gefühl der Atmung an der Nasenspitze oder im Bauchraum) und können uns damit zunehmend schneller beruhigen und beobachten die Dinge, bevor wir direkt reagieren.
Wir lernen die Gedanken und Gefühle ziehen zu lassen, loszulassen, um voll präsent in diesem Moment zu sein.

Die Zeit der Meditation bietet uns einen Raum des Rückzugs, eine Möglichkeit für ein paar Momente aus der Hetze des Alltags zu entfliehen, wieder bei uns anzukommen und „einzuchecken“.
Es gibt viele verschiedene Arten der Meditation. Hier sprechen wir, wenn nicht anders genannt, von der Achtsamkeitsmeditation, die den Fokus meist auf der Atembeobachtung hat.

Dabei ist es nicht zwingend notwendig zu sitzen.
Meditation ist in jeder Haltung und Handlung möglich, im Gehen, Stehen oder im Liegen.

Bereits zwanzig Minuten Meditation am Tag verändern nachweisbar die Hirnstruktur.
Neurologische Forschungen fanden heraus, dass sich die Bereiche des Gehirns, die für Empathie und Mitgefühl zuständig sind, beim regelmäßigen Meditieren vergrößern können.
Und das egal in welchem Alter man mit der Meditation anfängt!
Durch die Neuroplastizität unseres Gehirns können wir durch kontinuierliches Üben die Gehirnstruktur, die neuronalen Bahnen verändern sowie bestimmte Muster und Verhaltensweisen verändern und dadurch tatsächlich die Fähigkeit des Glücklichseins schulen.
Außerdem haben Menschen mit einer regelmäßigen Meditationspraxis weniger Cortisol (Stresshormon) im Blut.

Wichtig ist also anzufangen und es einfach zu tun!
Ausreden, es nicht zu tun gibt es immer, aber es gibt immer einen Grund mehr, es zu machen!

Grundsätzlich ist es besser, täglich 10-20 Minuten einzuplanen als kompakt einmal die Woche zu meditieren.
Die Regelmäßigkeit und die Routine bringen hier den gewünschten Effekt.

In den Seminaren und Workshops von achtsamkeitshalber lernen Einsteiger eine regelmäßige Meditationsroutine zu entwickeln.
Erfahrene haben die Möglichkeit neue Techniken zu erlernen und sich auszutauschen.

Hier findest du ein paar kostenlose Meditationen zum Anhören, die dir helfen eine regelmäßige Meditationspraxis zu entwickeln.

Melissa Würz

Sozialpädagogin (BA)
Yoga- & Meditationslehrerin

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